Herzlichen Dank an Edda Nieber und Alois Danzer für den wunderschönen Gedichte-Abend!

Vorige Woche haben wir bereits kurz berichtet und den beiden Lyrik-Begeisterten für diesen schönen Lese-Abend gedankt. Hier nun der Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung: „Frühling lässt sein blaues Band…“, rezitierte Alois Danzer den Beginn des bekannten Mörike-Willkommensgrußes an den nahenden Lenz – prompt stimmte das Publikum mit ein „…wieder flattern durch die Lüfte“. Und textsicher folgten „süße, wohlbekannte Düfte“, auch die „Veilchen träumen schon…“ – und der„leise Harfenton“ braucht ein deutliches „r“; nicht dass unser inneres Ohr Hafen und Schiffsirene assoziiert. Mit dem ersten Gedichte-Abend im Edinger Schlösschen machten Danzer und Edda Nieber rund 60 Lyrik-Empfänglichen ein Geschenk besonderer Art. Zum Vortrag kamen kleine Perlen der humorvollen Poesie, dann Klassiker der ernsten und „gedankenschweren“ Dichtkunst sowie einige Kostproben aus eigener Feder. Nach herzlichem Willkommensgruß durch Fördervereinsvorsitzenden Hans Stahl ging Alois Danzer in seiner trockenen, zwinkernden Art kurz auf diese Kooperation „einer sehr jungen, aber schon hochdekorierten Dame“ und eines „älteren Herrn“ ein. Den Endsechziger selbst kannten die meisten Gäste, so vom Förderverein und vom Turnverein 1890 her. Mit Gattin Sabine leitete Danzer lange die TVE-Kanugruppe. Edda Nieber ist Tochter des Nachfolge-Leiterpaars Armin Tscheuschner und Tanja Nieber. „Ein Eigengewächs der Kanuabteilung“, wie Danzer schmunzelnd stolz anmerkte. Und nicht übertrieben war das Attribut „hochdekoriert“, siegte die 19jährige doch je dreimal beim Jugend-Lyrikwettbewerb in Mannheim und beim „Poetry-Slam“ in Heidelberg. Edda Nieber dankte Danzer für diese gemeinsam erarbeitete Premiere und zitierte in punkto Altersunterschied Eckart von Hirschhausen: „Gedichte haben die zauberhafte Eigenschaft, Generationen zu verbinden.“ Traurig aber sei, so Danzer, dass die alte Tradition des Auswendiglernens in Vergessenheit gerate. Dabei könne ein einst erlerntes Gedicht Erinnerungen wecken, an Kindergarten, Schule oder an die Großeltern: „Gedichte machen Freude und geben Trost; sie begleiten uns ein Leben lang“. Wie als Beleg lud er im humorvollen ersten Teil mit einem Evergreen gleich Alle zum Mitsprechen ein: „Dunkel war´s, der Mond schien helle…“, jene von Kinderbuchautor James Krüss verfasste Nonsens-Litanei voller Paradox-Kombinationen…“