Plötzlich und völlig unerwartet ist am Montagnachmittag voriger Woche unser Fördervereinsmitglied und lieber Freund Werner Koch im Alter von 68 Jahren verstorben. Die Nachricht am Dienstag traf uns alle wie ein Schock, hatte doch „Zipp“, wie ihn die Freunde und Bekannten mit Spitznamen nannten, gerade noch am Leben in der Gemeinde teilgenommen und sich eingebracht – und das buchstäblich bis zum letzten Tag. Dass er nun so jäh und viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde, ist so bitter. Und als einziger Trost bleibt, dass ihn der Tod wohl wirklich von einem Moment auf den nächsten traf, sodass er bestimmt nicht hat leiden müssen. Wir alle kannten „Zipp“ als einen ruhigen, in seinen persönlichen Ansprüchen und seinem Auftreten ausgesprochen bescheidenen, dabei aber an Vielem interessierten und enorm hilfsbereiten Menschen. Mit seinen vielseitigen handwerklichen Fähigkeiten half er, wo immer er gebraucht wurde – und das längst nicht nur auf seinem Spezialgebiet als gelernter Fernmelde-Handwerker. Auch in unserem Förderverein war Werner Koch, seit wir 2011 ehrenamtlich die Verwaltung des Edinger Schlösschens übernahmen und uns an die große und langwierige Aufgabe der Sanierung machten, stets zur Stelle, wenn geschickte, geduldige und gründliche Arbeit gefragt war. Beispielhaft sei nur an das Anpassen und den Einbau der second hand erworbenen Küchenzeile erinnert oder zuletzt an das Freilegen und Einkürzen des historischen schmiedeeisernen Tores sowie dessen Vorbereitung für die anschließend erfolgte Sanierung. Wir alle, die wir ihn hierbei gemeinsam mit Paul Raab, Dietz Wacker und anderen Mithelfenden Tag für Tag unermüdlich schaffen sahen, sind nun umso fassungsloser, dass Werner von jetzt auf nachher einfach nicht mehr unter uns ist. Werner war kein Mensch, der sich wichtig nahm und in den Vordergrund schob. Oft sagte er in geselliger Runde so gut wie kein Wort; um dann umso überraschender mit einem treffenden Kommentar seinen wachen Geist und seinen Humor aufblitzen zu lassen. Und oft sprach er seinem Nächsten leise und wie beiläufig, aber voller Herzlichkeit zu, gab einen klugen Rat, bestärkte, oder bremste den Anderen auch schon mal mit einem Hinweis wie: „Gell, awwer net zu arg – mir werre all net jünger.“ Dies alles wird uns fehlen, und bestimmt werden wir künftig in ganz vielen Situationen sagen. „Wenn jetzt der Zipp da wär…“